Jugendparlament des Vogelsbergkreises wird 25

Das Kreisjugendparlament des Vogelsbergkreises ist 25 Jahre alt geworden. Am Samstag war ich auf der Feier zu diesem 25jährigen Jubiläum, und habe mich sehr gefreut, dass das KJP so blüht und gedeiht.  Vor 23 Jahren war ich selber Abgeordneter in der zweiten Legislaturperiode des KJP (damals noch „Kinder- und Jugendparlament“), und diese Erfahrung hat mich tief geprägt. Meine Entscheidung, Politikwissenschaften zu studieren, geht sicherlich zu großen Teilen auf meine Erfahrungen im KJP zurück.

Was ich damals wirklich unglaublich augenöffnend fand war, wie viele Jugendliche im Kreis es doch gibt, die sich auch für Politik interessieren. Das war damals ja überhaupt nicht klar, weil es keine social media und kein Internet im heutigen Sinne gab, und Email hatte auch keiner. Also wußte man kaum etwas davon, was sonst so um einen herum los war. Das waren die Zeiten vor Internet und Email. Wenn der damalige Vorstand mit den Abgeordneten kommunizieren wollte, schickte er einen Brief. Das KJP war unglaublich hilfreich, um erstmal ein Netzwerk von Jugendlichen zu bilden, die sich für Politik interessieren und engagieren wollen, und ich bin froh, ein Teil davon gewesen zu sein. Es waren übrigens auch die Zeiten vor der Digitalfotografie, so dass die Bilddokumente von damals sich auf einige dreimal kopierte Zeitungsausschnitte beschränken. Aber genug mit den alten Zeiten.DSC02181

Das heutige KJP, das  ich am Samstag gesehen habe, hat mir gut gefallen. Der Geist der Partizipation ist wach, die Kreispolitik nimmt das KJP ernst, und die Jugendlichen vertreten selbstbewußt ihre Positionen. Prima. Alles Gute KJP!

Hier ist der Bericht der Oberhessischen Zeitung, und hier halte ich in der Hessenschau zweimal meine Nase ins Bild.

 

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Auf Wiedersehen Bamberg, Hallo Göttingen

Ab dem 1.4.2017 werde ich Professor für das politische System der BRD an der Universität Göttingen. Ich verlasse Bamberg mit einem weinenden Auge, weil ich hier viele enorm kluge und nette Kolleginnen und Kollegen hinter mir lasse. Und komme mit einem lachenden Auge nach Göttingen, weil ich mich auf die neuen Herausforderungen sehr freue.

Zwei Stellen in Göttingen

Ich habe ab dem 1.4. in Göttingen zwei Stellen für wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu vergeben:

Ich freue mich über jede Bewerbung. Mein Forschungs- und Lehrprofil ist auf dieser Website beschrieben. Wenn Sie Fragen zu den Stellen haben, erreichen Sie mich unter simon.fink(at)sowi.uni-goettingen.de

Vortrag am Institut für Ethik und Geschichte der Medizin

Am Mittwoch den 25.5. halte ich einen Vortrag am Institut für Ethik und Geschichte der Medizin der Universität Göttingen. Es geht dabei um das deutsche Embryonenschutzgesetz im Lichte international vergleichender Daten und die Frage, wie speziell der deutsche Fall eigentlich ist.

Im wesentlichen basiert der Vortrag auf den folgenden Publikationen:

Fink, Simon (2007): Ein deutscher Sonderweg? Die deutsche Embryonenforschungspolitik im Licht international vergleichender Daten. Leviathan 1/2007, 107-128 (Abstract)

Fink, Simon (2008): Forschungspolitik zwischen Innovation und Lebensschutz. Die Determinanten von Embryonenforschungspolitiken im internationalen Vergleich. Baden-Baden: Nomos (Reihe Staatslehre und politische Verwaltung). (Abstract)

 

Kleine Anfragen in deutschen Parlamenten

Das ist mal richtig gut: Über kleineanfragen.de kann man die kleinen Anfragen aus den ganzen deutschen Parlaments-Datenbanken zentral recherchieren. Das ist eine schöne Datenquelle für kleine Forschungsprojekte in Hausarbeiten, und auch mal so ganz informativ zum Browsen. Da findet man zum Beispiel den Klassiker „All your base are belong to us„, man erfährt, wie viele Einnahmen meine hessische Heimatgemeinde durch Bußgelder aus Verkehrsüberwachung hat (232 €), oder erhält endlich eine Antwort auf die Frage „Gibt es Chemtrails?“ (in Niedersachsen jedenfalls nicht).

Was sagt eigentlich meine Magisterarbeit über Safe Harbor?

Im Zuge des EuGH Urteils zum „Safe Harbor“ Abkommen zwischen der EU und den USA habe ich glatt noch mal meine Magisterarbeit von 2002 herausgekramt. In der hatte ich dieses Abkommen analysiert. Mal schauen, was ich damals geschrieben habe…“wir  haben  ein  nach  Lage  der  Interessen  stabiles  institutionelles Arrangement, über dem das Damoklesschwert des technischen Fortschrittes schwebt.“ (S.89) Kommt einigermaßen hin. Wenn wir „technischer Fortschritt“ mit „massiver Ausbau der staatlichen Überwachung“ übersetzen, dann entspricht das schon dem Tenor des EuGH-Urteils. Aber genau diese Zunahme staatlicher Überwachung hatte ich damals nicht vorhergesehen, die Arbeit sieht die Datenschutzprobleme vor allem in Verhältnis von Bürgern zu Unternehmen (das ist ja auch der Kern von Safe Harbor gewesen). Und über einige Teile der Arbeit ist die Geschichte sowieso dahingegangen: Als Beispiele für Suchmaschinen nenne ich Lycos (Oh. Gibts ja noch) und Altavista (Oh. Gibts nicht mehr). Längst vergangene Zeiten…