Sprechstundenzeiten / Office hours

Während des Semesters ist meine Sprechstunde in Göttingen immer Dienstags 13.30-15.30 Uhr. Bitte tragen Sie sich im doodle für einen oder mehrere Zeitslots ein. Wenn ein Dienstag nicht im doodle freigegeben ist, oder wenn Sie Dienstags keine Zeit haben, schreiben Sie mir einfach eine Mail und wir finden einen anderen Termin.

In der vorlesungsfreien Zeit: Schreiben Sie mir einfach eine Mail mit einem Terminvorschlag.

During the semester, my office hours are tuesdays from 1.30pm to 3.30pm. Please use the doodle to reserve a time slot. If you don´t have time on tuesdays (or if a given tuesday is not in the doodle), just send me an email an we´ll find another date.

During the semester break: Just send me an email with some suggested dates.

Allgemein:

Wenn Sie bei mir eine Abschlussarbeit schreiben wollen, finden Sie hier einige Hinweise.

If you would like me to supervise your thesis, here are some points to consider.

Wenn Sie in die Sprechstunde kommen, weil Sie ein Gutachten von mir möchten: Hier sind die Spielregeln.

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Euroculture IP 2019

As the director of studies of Euroculture Göttingen, I am very happy to be part of the organizing committee for the Euroculture Intensive Programme 2019. Together with colleagues from the universities of Pune and Olomouc, we have curated an academic and cultural programme about „Inequality and solidarity“. I´m looking forward to going to Olomouc at the end of June to see how it all works out and meet many old and new colleagues and friends – and a big thankyou to my fantastic Göttingen team!

New article on German Bundesländer parties and grid expansion

Together with Jan Bartels, Winona Hagendorf and Niklas Klinger, I have published an article on German subnational party positions on grid expansion.

The punchline: Economic interests of the Land are more important than party ideology; the conflict line runs between Länder, not between parties. Parties from the Northern, windy Länder are overall in favour of grid expansion, parties from the Southern Länder or the transit Länder in the middle are rather against grid expansion.

Abstract:

The German energy transition necessitates the expansion of the electricity transmission grid. Grid expansion is governed jointly by the federal government and the governments of the subnational states. Conflicts often erupt about the routing of grid projects. This article asks how German subnational parties form their positions on grid expansion. Based on a quantitative analysis of party manifestos, we conclude that the position of the federal party has little influence. Instead, German subnational party preferences are shaped by the energy production structure of their state. The more wind energy a state produces, the more in favour of grid expansion are its parties. Thus, the conflict over grid expansion will most likely persist. The article highlights a paradox of energy policy in a federal system: German federalism has encouraged the expansion of renewable energies, but is detrimental to coherent grid expansion for their utilization.

On my way to Munich

Tomorrow, I´ll be on my way to Munich to present a paper at the Governance of Big Transformations conference.

I present a working paper – co-authored with Eva Ruffing – on participation in German energy grid planning. While our earlier analyses were quite skeptical of the 2012 public participation, there is hope: In our paper for Munich, we show that participating actors learn over time to use the „right“ keywords in their consultation contributions. The more often they have participated in the consultation procedure – and from 2012 to 2017 they could in principle have participated in nine consultations – the more they use the keywords „Wirksamkeit“, „Bedarf“ and „Erforderlichkeit“ that are also used by the Federal Network Agency.

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Admittedly, this is a superficial measure of learning, but there is some hope that public participation is getting better in the sense of participants communicating the right kind of information to the consulting actors.

Euroculture bei der Nacht des Wissens

Zusammen mit dem Studiengang Euroculture hatte ich einen Stand bei der Nacht des Wissens 2019. Eine prima Erfahrung. Wir hatten ein Quiz mit „Fakten und Mythen über die EU“ vorbereitet. Was stimmt, was stimmt nicht? So konnten wir mit einigen Interessierten ins Gespräch kommen – ist „Die EU“ wirklich so gemein, dass sie uns die Pommes verbieten will?

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Antwort: NEIN.

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Als Preise gab es Süßwaren aus diversen EU-Mitgliedsstaaten. Darunter auch – solange sie noch dabei sind – Kekse aus Großbritannien.

Weihnachtsvorlesung 2018

In diesem Jahr hatte ich wieder das große Vergnügen, auf Einladung des Politik-Mentoring-Teams eine Weihnachtsvorlesung halten zu dürfen (zusammen mit einer Reihe hochkarätiger Kolleginnen und Kollegen, und auch der Twitter-Account des Institutes hat die Vorlesung begleitet). Mit Hilfe der Daten und Tools des großartigen PolMine Projekts habe ich untersucht, wie im Bundestag über Weihnachten debattiert wird.

Für diejenigen, die nicht dabei waren, hier ein executive summary:

A) Im Bundestag wird vor allem im Dezember über Weihnachten debattiert. (!)

B) Kontrolliert man für die Zahl der Mandate, erwähnen Abgeordnete der Linkspartei Weihnachten am häufigsten.

C) Weihnachten wird sehr unterschiedlich konnotiert verwendet:

Als Zeit der Kritik und Skepsis:

  • Michaele Hustedt, Grüne: “Wir haben jetzt bald Weihnachten, aber an den Weihnachtsmann glauben wir doch alle nicht mehr.”
  • Margareta Wolf, Grüne: “Wer sagt denn jedes Jahr zu Weihnachten im Fernsehen, Herr Blüm sei ein verträumter Weihnachtsengel…”
  • Klaus Ernst, Die Linke: “Wenn Sie dem Nikolaus begegnet wären, hätte er Ihnen wegen Ihrer Rentenpolitik so den Hintern versohlt, dass Sie bis Weihnachten nicht mehr sitzen könnten.”

Weihnachten als Zeit der Harmonie:

  • Thomas Nord, Die Linke: “Warum soll man da zu Weihnachten nicht auch mal einem Antrag der Koalitionsfraktionen zustimmen?”

Weihnachten als Zeit der Besinnung:

  • Heinz Seiffert, CDU/CSU: „Jedenfalls wäre alles andere besser als der Kuddelmuddel, den Sie angerichtet haben. Kommen Sie über Weihnachten zur Besinnung!“

Weihnachten als Zeit des Konsums:

  • Ralph Lenkert, Die Linke: „Sehr geehrter Herr Präsident! Geehrte Kolleginnen und Kollegen! Mein Sohn bekommt zu Weihnachten ein neues Headset; das Mikro des alten gab zwei Monate nach Ablauf der Garantie auf.“

Weihnachten als Zeit des guten Essens:

  • Jeannine Pflugradt, SPD: “Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Werte Gäste! Wieder einmal kurz vor Weihnachten, also vor anstrengenden und sehr fettreichen Tagen, reden wir über den Ernährungsbericht der Bundesregierung.”
  • Ursula Schulte, SPD: “Ich kann Ihnen sagen, dass ich mit meiner Familie an Weihnachten das Münsterländer Hochzeitsessen genießen werde. Es enthält Fleisch und Zucker, aber es ist total lecker.“

D) Weihnachten steht begrifflich in engem Kontext zu Neujahr, Ostern und einem Wunschzettel

Eine Analyse der co-occurences ergibt folgende Liste an Begriffen, die häufig in der Nähe des Begriffes „Weihnachten“ vorkommen:

Fügt man diese Begriffe zusammen, ergibt sich ein quasi archetypischer Weihnachtsgruß aus dem Bundestag:

„Ich wünsche Ihnen kurz vor Neujahr noch frohe Weihnachten. Bald ist Ostern. Der Wunschzettel ist vor der Tür.“

In diesem Sinne: Frohe Weihnachten.

Neuer Beitrag zu den Konsultationen beim Netzausbau

Und wieder ein neuer Beitrag von Eva Ruffing und mir zu den Konsultationen beim Ausbau der deutschen Stromnetze. Diesmal haben wir genauer betrachtet, wie die Netzbetreiber als private Akteure auf Konsultationseingaben reagieren:

Der Ausbau der Stromnetze sorgt für Konflikte zwischen Staat, Bürgern und Netzbetreibern. Um diese Konflikte zu verringern, hat der Gesetzgeber umfangreiche Formen der Öffentlichkeitsbeteiligung bei der Bedarfsplanung für Stromnetze eingeführt. Der Beitrag erforscht, ob diese Öffentlichkeitsbeteiligung einen Einfluss auf die Planungsentscheidungen der Übertragungsnetzbetreiber hat. Anhand einer quantitativen und qualitativen Untersuchung der Öffentlichkeitsbeteiligung zum Netzentwicklungsplan 2012 argumentiert der Beitrag, dass die Eingaben zur Öffentlichkeitsbeteiligung sich kaum auf die Entscheidungen der Übertragungsnetzbetreiber auswirken. Dieses Ergebnis bestätigt die aus dem soziologischen Institutionalismus abgeleitete Annahme, dass das Verfahren nur „myth and ceremony“ ist und in der  Praxis wirkungslos bleibt. Aus tauschtheoretischer Perspektive wirft es die Frage auf, ob das Verfahren deshalb wirkungslos bleibt, weil die Konsultationsteilnehmer keine Informationen liefern, die die Übertragungsnetzbetreiber als erstrebenswertes „Tauschgut“ ansehen.

Der Beitrag ist im Sammelband „Energiewende“ von Jörg Radtke und Norbert Kersting erschienen.

 

New article on consultations

A new article by Eva Ruffing and me has just been published in the Journal of Public Policy: Going beyond dyadic consultation relationships: information exchange in multi-step participation procedures.

The abstract is straightforward:

For decades, political scientists have observed the diffusion of complex governance arrangements including public participation procedures to ameliorate the democratic deficit inherent in these often-opaque structures. This article asks how the information provided in consultation statements is used by the consulting actors. To account for the multi-step character, the article combines exchange theory with a principal-agent approach, acknowledging that several actors in a delegation chain might be interested in the provided information. We use a typical case of a multi-step procedure – participation in German grid development – to test both theories. Neither the private firms nor the regulator use information provided in their own consultations, contradicting exchange theory. But the regulator considers ecological submissions made in the firms’ consultation, as the principal-agent approach suggests. Thus, a principal-agent approach allows us to find influence of consultation statements that exchange theory cannot detect.

Moreover, we flesh out some policy implications of our analysis in a blogpost for the Journal of Public Policy Blog.

If you want to replicate the analysis: Here are the data.